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notaufnahmeschwester

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♫♪ Kein Schwein ruft mich an ♪♪♫♪

„Er hat nicht angerufen!“


Wie auf glühenden Kohlen saß sie den ganzen Tag und wartete und wartete und wartete auf den erlösenden Anruf des Arztes. Endlich würde sie wissen, wie es weitergeht mit der Krebs-Therapie. Oder es würden neue, andere Möglichkeiten besprochen werden. Wenn, ja wenn er nur angerufen hätte.

Hat er aber nicht.

Und ich fühlte mich erinnert. An das Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit.

Gegen nicht erfolge Arztanrufe sind Liebesanrufe, die man voller Sehnsucht erwartet, Kindergarten.

Damals, als mein Vater am Herzen operiert wurde.

„So bald wir fertig sind, rufen wir sie an!“

Ich war freudig überrascht und – wider besseren Wissens – glaubte ich diesem Arzt.

Wider besseren Wissens deshalb, weil ich gefühlt 1000 Mal in meiner Laufbahn als Pflegeperson Ärzte gefragt hatte: „Hast du schon die Angehörigen angerufen?“ Und sie völlig arglos die Schulter meistens zuckten und „Mach ich gleich!“, sagten. In meiner Welt war wir es, das Pflegepersonal, das hinter diesen Anrufen her war, wie Gott hinter der barmherzigen Seele. Weil wir wussten, wie sehr Patienten und Angehörige warteten.

Und bestimmt hätte Sie auch gleich angerufen, wenn, ja wenn nicht wieder irgendwas dazwischen gekommen wäre. Eine eilige Blutabnahme hier, ein Patientengespräch dort.

„Hast du schon angerufen?“

„Ja. Mach ich jetzt!“

Und schon klingelt wieder das Telefon und aus die Maus mit dem Gedanken. Ach. Ich kenne es zu gut. Der schönste Vorsatz nützt nichts, wenn immer was dazwischen kommt.

Und nun wartete ich. Und meine Mutter. Mein Mann und meine Kinder. Miene Schwester. Ihr Tochter. Die über 90-jährige Schwester meines Vaters.

„Hat er bei dir schon angerufen?“

„Nein!“

„Naja – es kommt ja oft was dazwischen!“

Nach fünf Stunden war ich mürbe. Ebenso der Teppich, der deutliche Laufspuren im Kreis zeigte.

Ich war mürbe vor Angst und Sorge. Aus einem: Naja, bestimmt ist – wie ich es kenne, was dazwischen gekommen, dass er noch keiner angerufen hat wurde ein: Um Himmelswillen. Es wird doch nichts passiert sein und der Grund, warum nach 10 Stunden Operation immer noch keiner angerufen hat ist: Aufruhr, Reanimation und Pestilenz im OP? Lebt mein Vater überhaupt noch? Aber er hat doch gesagt, er ruft gleich an…..

Da weinte ich. Da konnte ich nicht mehr. Ich, die Königin der Selbstbeherrschung. Die Freundin des positiven Gedankens. Die Beherrscherin der Bewahrung jeglicher Ruhe.

Und als ich fertig war, ließ ich mich durch die halbe Uniklinik verbinden. Bis ich endlich an der Stelle landete, an die ich wollte.

Eine Pflegeperson war dran. „Ja. Ihr Vater ist bei uns. Schon seit vier Stunden. Er ist noch beatmet, aber kreislaufstabil. Alles sieht soweit gut aus.“

Da weinte ich wieder. Mehr wollte ich nicht wissen. Mehr brauchte ich nicht.

All das kam wieder hoch, als meine Freundin sagte: „Er hat nicht angerufen!“

Es ist in Ordnung, wenn Ärzte nicht anrufen. Keine Zeit haben. In Arbeit ertrinken. Blutende Ohren vom Dauertelefonieren haben. Irgendwann auch mal nach Hause gehen wollen. Es ist in Ordnung, wenn auch unschön für den, der so dringend auf diesen einen Anruf wartet. Aber das kann man verstehen.

Aber bitte, liebe Ärzte und Ärztinnen: Sagt dann nicht, dass ihr anrufen werdet. „Ganz bestimmt. Aber natürlich, rufen wir sie an. Sie machen sich ja bestimmt Sorgen!“

Denn es ist nicht in Ordnung, wenn Ärzte diese Sätze wie einen kleiner Beruhigungschultertätschler sagen. Und glaubt mir, ich habe hunderte von diesen Beruhigungschultertätschler ihn meiner Laufbahn erlebt! Dahingesagt, um den Angehörigen loszuwerden. Damit endlich Ruhe ist und keine weiteren Fragen auf einen einstürmen.

Es ist ein Unterschied, wenn man nicht kann oder nicht will. Und Überraschung: Man merkt es.

Im Falle meiner Freundin bin ich mir sicher, dass der Arzt nicht konnte. Im Falle des Operateurs meines Vaters weiß ich es nicht. Ich vermute zweiteres, nachdem ich ähnliches von Zimmernachbarn hörte.

SAGT ES NICHT.

Sagt es nicht, wenn ihr es nicht einhalten könnt. Beauftragt einen Kollegen, die Pflege, Arzthelferinnen, die kurz durchklingeln und Bescheid geben, dass es heute nicht klappen wird aber vielleicht morgen. Oder das alles soweit in Ordnung ist.

Lasst den anderen nicht Spuren in den Teppich treten und halb wahnsinnig vor Angst werden.

Wendet den Kategorischen Imperativ des Miteinanders an:
„Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu!“

Und dem gedankenlosen Rest, den es durchaus gibt und den ich oft erlebt habe, wünsche ich unbeantwortete Liebesanrufe zum Warmwerden. Einhergehend mit Anrufen beim Telefonanbieter in endlos dudelnden Warteschleifen , ob die Leitung okay ist. Bis sie dann den Herzendmensch anrufen, der gaaanz ahnungslos reagieren wird „Ach – du hast auf meinen Anruf gewartet? Na so was!“

Manchmal schaffen es Menschen, ihre Angst umzulenken. Ich trat den Boden platt. Sabine Dinkel schrieb einen Dialog mit ihrem Tumormarker auf. Und ich feiere sie sehr dafür.

Aus diesem Dilemma mit diesen Anrufen, die aus Gründen erfolgen oder eben nicht gibt es kein Entrinnen. Keinen guten Rat. Kein Patentrezept.

Aber ich wünsche euch Menschen dann an eurer Seite, die euch eine Schulter zum Weinen anbieten. Die mit euch die bangen Stunden durchstehen und bleiben und warten.

Bis die Erlösung kommt. Hoffentlich. In welcher Form auch immer.




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Die Schutzengel-Madonna


In dieser neuen Folge der Rufbereitschaft erwartet euch:

  • eine Schwester in der Tasche
  • eine Bewerbung und ihre möglichen Folgen
  • Sonntagsdepressionen
  • frühere Vorstellungsgespräche
  • die Weltverbesserung – zumindest in einer Notaufnahme
  • Kampf für die Kollegen
  • die Schutzmantel -Madonna


…und das alles noch vor dem 1. Kaffee. Warum? Weil wirs können!

Liebste Sonntagsgrüße hiermit an Euch alle von mir und Monja.


Der Hörspaß beträgt 32:20 Minuten mit Sonntagsaufweckmucke

Der Merci-Chor der Pflege

Ein wundervolles, gesundes, gutes, neues Jahr.

Freunde – endlich!

Es ist mir gelungen, mein klitzekleines Technikproblem in den Griff zu kriegen, um eine neue Podcast-Folge zu kreieren.

Also nix mit einem Jahresrückblich – ist es eben eine Vorausschau. Warum auch nicht!

Und während ich knobelnd und nerdig an der Tastaur saß, kochte Monja in Berlin ein Essen zusammen, bei dem einen – ZURECHT – der Sabber aus dem Mundwinkel laufen könnte. Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt: Bitte sehr:

Monja kocht Fisch. Oder Füsch, wie der BerlinerIn sagen würde. Mit Schaumgedöns obendrauf. Ich aß übrigens Sauerkraut. *seufz* (Foto: Monja, the godmotheroffishcooking)

Wir haben zusammen in dieser Podcast-Folge uns ganz was feines ausgeheckt. So ganz spontan aus der Hüfte. Und es gibt sogar was zu gewinnen – Überraschung!!!!

*Ist das schon Werbung, was nun folgt?* Pffff *WERBUNG*

Na gut – Ihr müsst hier ein bisschen was euch ausdenken.

Aber dann bekommt ihr das beste Cartoon-Sketch-Kritzel-Retter-Buch der „Nullschicht„ever, ever, ever von Medi-Learn. „Der wahrscheinlich beste Zeitvertreib für alle kreativen Köpfe im Rettungsdienst, in der Hilfsorganisation, in der Feuerwehr oder im Krankenhaus.“

Die Nullschicht ist ein 60 Seiten dickes Heft, voll mit Cartoons, Artikeln und kreativen Spielen – wie RTW Versenken, Malen nach Zahlen, Finde den Fehler sowie Cartoonentwürfte zum Vervollständigen. Dolle Sache. I love it. Alle kostenfreien Exemplare der Nullschichten sind vergriffen!

(Was du auf Seite 22 lesen wirst, wird sich umhauen! So wie mich!)

Und ich werfe sie unters Volk quasi – also halt gegen gute Ideen.


Mit freundlicher Genehmigung von Medi-Learn und einem dicken Danke dafür von mir!

Um was es geht – das müsst ihr euch schon selbst anhören – im neuen Podcast. Wir maulen ein bisschen über Pflegewerbungsgrütze, ergötzen uns an leckerem Essen und unterhalten euch und uns über die Zukunft.

Der Hörspaß beträgt 43:57

Blöde Zufälle

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Du konntest die Uhr danach stellen: 0.02 Uhr am 1. Januar gingen die „Lalülalas“ los. Der Nachtdienst ab 22 Uhr war meistens unspektakulär – kleinere Schnittverletzungen beim Salatschnippeln für das Silvesterbuffet, Schnittwunden von zersprungenen Gläsern beim hektischen Spülen grober Männerhände: „Das macht sonst meine Frau. Und Sie sehen ja, wo mich das jetzt hingebracht hat…“ bis hin zu den üblichen geriatrischen Geschichten. Es schien, als wären alle in Panik, zuhause oder auf den Straßen was zu verpassen. An diesen hohen Fest- und Feiertagen kamen tatsächlich die, die es nicht mehr aushielten (na gut. Auch die, die einsam waren, oder Langweile hatte).

Bis Mitternacht. Dann ging es ab. Pünktlich 2 Minuten im neuen Jahr. Den Sekt, den wir vor der Notaufnahme trinken wollten, wurde immer schal und warm. Denn spätestens nach dem ersten Schluck bog der erste Rettungsdienst um die Ecke.

Brandwunden, Knalltraum, Schlägereien, Alkoholintoxikationen, Schnittwunden, abgefetzte Finger, Stürze und wieder von vorne. Ab 3 Uhr morgens war es über die Jahre betrachtet nur noch bedingt lustig, wenn jemand dir hackedicht „ein total zauberhaftes, neues Jahr, schönes Fräulein“ wünscht. „Schaunse mal, was ich da gemacht habe….“ *kicher*… „sieht das nicht scheiße aus? * muhaaaa*“ Ein Finger weniger, weil Böller zu spät losgelassen, sieht immer scheiße aus. Ich machte über Jahre Nachtdienst in Silvester. Ich war jung und brannte für spektakuläre Verletzungen aller Art.

In einer dieser Silvester- Dienste ging die Tür auf und der Rettungsdienst kam im Zweierpack. Menschen, in blutiges Mull gehüllt. Den Schuhen nach zu urteilen, eher alte Menschen. Mehr war erst mal nicht zu sehen. Blutiger Mull, alte Schuhe. Brandgeruch. „Also, die Geschichte….ach – wir lagern erst mal um!“, sagte der Kumpel vom Rettungsdienst. „Dann machen wir Übergabe!“ Er feixte ein bisschen. „Die Geschichte ist etwas kurios und bedarf einer kleinen Ausholung.“ Und dann holte er aus:

„Die beiden Alten saßen im 7. Stock ihres Hochhauses und waren in Silvesterlaune. Vatti hatte sich ein kleines Feuerwerk gekauft. Er ging also kurz vor Mitternacht auf den Balkon, um mit der Knallerei zu beginnen. Weil es kalt war, schloss er die Balkontür. So gehört es sich schließlich. Mutti saß auf der Couch und wollte von innen zusehen.

Damit er niemanden verletzte, schaute er vom 7. Stock nach oben und nach unten – nicht, dass sein Knaller jemanden treffen würde.

Er beugte sich also über die Brüstung, als von unten eine Rakete hochschoss und haarscharf an ihn vorbei flog. So nah, dass er geblendet wurde – er bräuchte also später noch ein augenärztliches Konzil, den aktuell sieht er schlecht. Der alte Mann erschrak so sehr, dass er zurücktaumelte und mit seinem Kracher in der Hand, durch die geschlossene Balkontür stürzte. Dabei fiel ihm der Böller aus der Hand, und rollte hinter das Sofa, wo er einen kleinen Schwelbrand verursachte.

Die Gattin war mehr als erschrocken, aber dennoch so geistesgegenwärtig, dass sie einen Notruf absetzte.

Dann eilte sie dem Gatten zu Hilfe, der mit vielen Schnittwunden auf dem Boden lag und nicht mehr aufkam. Nachdem das einen Bein verkürzt ist, vermuten wir einen Oberschenkelhalsbruch. Bei der Hilfe des Gatten allerdings zog sich die Frau ebenfalls viele Schnittwunden zu, da überall Glassplitter der zerbrochenen Balkontür herumlagen.“

Der Rettungsdienst räusperte sich.

„Also: Zweimal tiefe und oberflächliche Schnittwunden bei beiden, bei der Gattin scheinen auch Sehnen durchgesäbelt worden zu sein – wie auch immer – die Hand fällt, Verdacht auf Faktur des Oberschenkelhalses bei ihm, Rauchgasvergiftung, und jetzt sind sie sehr durcheinander.  Verständlich! Sollten Sie wider Erwarten nichts haben – der Schlüssel ist bei der Nachbarin. Aktuell ist die Feuerwehr noch vor Ort – wegen des  Schwelbrandes. Wir gehen dann mal. Gutes Neues noch!“

Wir waren Stunden beschäftigt, mit der Versorgung der beiden Unglücksvögeln.

Silvester. Manchmal ist es tragisch. Manchmal auch durchaus heiter. Manchmal ist es beides.

Manchmal möchte man leise glucksen. Weil es mehr als kurios ist  – das Leben.

Liebe Freunde – in meiner Stadt sagt man – bevor man sich ein gutes neues Jahr wünscht: „Einen guten Beschluss“. Ich finde das sehr schön. Einen guten Beschluss für das finden, was war.

Möget Ihr alle ein glückliches neues Jahr haben. Ohne Unfall, Schaden und Gefahr!

Gottes Wandteppich

Freunde.

Ich saß bei meiner Mutter auf dem Sofa und hörte ihr zu, wie sie Klavier übte. Vorher gab es Tee mit Wölkchen (ein Löffel Sahne vorsichtig eingerührt)  und ein Knäckebrot mit Quark und Marmelade. Leckerste Speisen bei meiner Mutter zum Nachmittagskaffee.

Einmal machte sie mich nach einer Schicht fertig: Ich kam kaputt und brainoverloaded und sie wollte es mir schön machen: „Kind. Ich hätte ein Brot mit Quark und Marmelade – du kannst aber auch ein Wurstbrot haben oder lieber Käse? Ich hab auch noch was vom Mittagessen übrig, das könnte ich schnell warm machen. Oder magst du Obst? Was möchtest du denn trinken. Soll ich dir einen Kaffee machen oder lieber einen Tee? Ich hätte auch noch Saft da oder möchtest du Wasser? Gefühlt ging das Referat noch Stunden weiter und zerrüttete mich sehr. Brainoverloaded. Hätte sie mir ein Brot vor die Nase gestellt – ich hätte es gegessen. So musste ich denken. Und zwar sehr viel, sehr ausführlich und überfordernd.  Es war sehr anstrengend. Und ich liebte sie sehr dafür (im nachhinein), weil sie sah, wie fertig ich war und alles tun wollte, damit ich Freude, Liebe und Essen in Herz und Magen bekam.

Ich saß auf dem Sofa und hörte ihr zu, wie sie Klavier spielte. Das Klavier ist sehr alt, sehr gut gestimmt und glänzt ungeheuerlich schön schwarz. Sie übt eigentlich nicht Klavier, sondern bereitet ihr Orgelspiel vor. Fast jeden Sonntag hat sie noch Dienst. Dann fährt sie über Land bei jedem Wind und Wetter. Das strengt sie an, weil sie nicht sehr oft Auto fährt. Aber sie kriegt es hin. Bei Nebel tuckert sie eben mit 20 km/h die 18 Kilometer durch Nebelsuppe.

Dann besteigt sie Empore, knipst in den meist saukalten Landkirchen den mobilen Heizstrahler an und los geht es.

Seit fast 40 Jahren spielt sie.  Durch meine Kindheit ziehen sich Dreiklänge, Kadenzen und deren Umkehrungen sowie Erweiterungen durch alle Tonarten, die sie stundenlang probte und spielte. Mit Anfang 40 begann sie damals: „Du kannst doch Klavier spielen. Wir haben keinen Organisten. Könntest du nicht Orgel spielen lernen?“

Schuhe mit glatter Sohle wurden gekauft für „unten“ und dann übte und übte sie und ließ sich ein auf das Abenteuer „Kirchenmusik“. Mit Prüfung und allem Schnick und Schnack.

Jetzt ist sie 80 Jahre und spielt immer noch.

Am Mangel in der Kirchenmusk hat sich nichts geändert. Sie spielt mit Hingabe und was mich sehr rührt: Sie bleibt nicht stehen. Ich kenne Organisten, die bimsen sich ihre Stücke drauf und dann ist gut. Neues muss nicht und ist ja auch so anstrengend.

Nicht meine Mutter. Sie mag Neues entdecken. Und üben.

Als ich also auf dem Sofa saß und hörte, wie sie ein brandneues Stück  „Ganz schön modern nicht wahr? Aber so schöne Harmonien. Ich könnte fast weinen, so schön ist das“  – vorspielte, wurde mir mal wieder klar, wo ich herkomme.

Wie sie – auch mein Vater – mir den Weg bereitet haben, nicht stehen zu bleiben. Sich nicht zufrieden zu geben mit dem, was man kennt, sondern losziehen. Ausprobieren. Auch manchmal scheitern. Und dann wieder weitermachen. Neugierig bleiben.

Ich zückte das Handy und nahm ihr Spiel auf:

 

Abends saß ich auf meinem eigenen Sofa und schaute Daredevil.

Und hörte in der letzten Folge der 3. Staffel dieses hier.

 

„Gottes Plan ist wie ein wunderschöner Wandteppich. Und das tragische daran, ein Mensch zu sein, ist, dass wir stets nur die Rückseite davon sehen. Mit all den losen Fäden und unscharfen Farben. Wir bekommen nur eine Ahnung von der wahren Schönheit, die sich zeigen würde, wenn wir das ganze Muster sähen auf der anderen Seite  – so wie Gott es sieht.“

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Bildquelle: Pixabay

Auf Mutter Sofa hatte ich eine kurze Ahnung, einen kurzen Blick erhascht. Ein kleiner, sehr intimer, wunderschöner Moment, als meine Mutter spielte und ich zuhörte.

 

 

 

 

 

 

Der beste Buchtitel der Welt…

… wird gesucht.

Freunde der Notaufnahmeschwester: Dieses Jahr trug es sich zu, dass ich tatsächlich, völlig im Ernst und ganz in echt einen Buchvertrag bekommen habe.

Dem Umstand, dass ich es bisher nicht fassen konnte (und kann), ist es geschuldet, dass ich euch noch nicht in dieses Geschehen einweihte.

Hier, werte Freunde schrieb ich. Der Sommerurlaub war eine Art Arbeitsurlaub für mich und es war ganz zauberhaft.

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Ein laues Lüftchen um die Nase, das Schreibgedöns noch im Haus.

Der Blick, wenn ich auf sah: Unbezahlbar!

 

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Sehnsuchtsort mit Blick aufs Meer

Dazu  floss der Kaffee in Strömen – (diätetisch gesehen eine Katastrophe) garniert mit einem leckeren Fudge.

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Der Himmel auf dem Tisch.

Nun. ich schreib, schrabte und schrob mir nahezu die Finger wund. Jetzt liegen 238 Seiten in den Händen einer wunderbaren Lektorin und warten auf den Endschliff.

Es ist alles sehr aufregend. Bisher las ich immer nur von Menschen, die schrieben und verlegten.

Hätte mich letztes Jahr einer gefragt, was denn mein mögliches Buch macht, hätte ich vielleicht gefragt, ob der/diejenige vielleicht zu nah an der Wand geschaukelt hätte.

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Raus aus der Komfortzone. Sich öffentlich machen. Mit allen Liebhabereien und Schwächen. Manchmal wird mir himmelangst. Gelichzeit freudig erregt.

Aber jetzt ist es auch schon rum. Ich habe freudig „Ja“ zur Chance gesagt –  wie seinerzeit im Märchen vom Sterntaler. Dann wird man sehen. Immer eins nach dem anderen. Einen Schritt vor den nächsten.

Was gesucht wird ist nun – neben 1000000000 Feinschliff/Bessermachsachen  – der reichhaltige Buchtitel. Kurz, knapp, knackig. Ein Titel, der ins Auge springt und neugierig macht. Der Hammertitel schlechthin.

Wer den Buchtitel des Herzens findet, bekommt ein handsigniertes Exemplar, ein virtuelles oder echtes Küsschen und wird überschüttet mit …. (fällt mir noch ein).

Also – wenn ihr mögt: Ideen sind sehr willkommen.

Die Zeit bis zum fertigen Buch dauert ungefähr so lange wie  eine Elefantenschwangerschaft. Ewig. Noch irreal. Aber so spannend.

 

 

Das letzte Hemd hat Taschen voller Liebe

 

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Mit Frau Reimann und ihrem Mann habe ich Sekt getrunken und über das Leben geplaudert. Vor allem aber darüber, was uns erwartet, wenn wir sterben.

Frau Reimann ist überzeugt: „Das letzte Hemd hat Taschen voller Liebe!“

Sie muss es wissen – sie ist 86 Jahre alt und macht sich – zumindest hin und wieder – gedanklich fertig zum Aufbruch.

Es war mir also vergönnt, mit diesen wunderbaren Menschen zu plaudern.

Hochbetagt, in sich ruhend, schick und mit Nagellack, im Hintergrund bullerte ein Öfchen (falls ihr euch über das Nebengeräusche wundern solltet). Wir sprachen über das Geheimnis ihrer langjährigen Ehe und über ihren Glauben. Über das, was Trost gibt (Fast musste ich ein bisschen weinen) und getrennte Schlafzimmer. Warum man unbedingt Schmuck tragen sollte und wie das mit der Eigenliebe klappt.

Ich bin großes Fangirl der Beiden. Wenn ihr lauscht, werdet ihr verstehen, warum. Es ist ein großes Geschenk, mit so jemanden zu plaudern. Von wegen Role Model.

 

„Nie war ich so glücklich und zufrieden wie jetzt!“, sagte mir mal Frau Reimann einmal. Ich glaube ihr sofort. Möglich, dass es auch an ihrer Tasse liegt, aus der sie trinkt. Aber bestimmt nicht nur.

„Liebhaben ist das Wichtigste!“, gab der Vater ihr mit auf den Lebensweg – und es ist so schön zu sehen und zu spüren, wie es über 86 Jahre lang getragen hat und immer noch trägt.

Hördauer 25:40

 

"Heute ist mein Lieblingstag" ist ein gutes Motto für ein gelungenen Start in den Tag.
„Heue ist mein Lieblingstag“ ist ein schönes Motto für den gelungenen Start in einen neuen Tag.

Humor – oder was soll der ganze Quatsch?

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Mit Jan-Rüdiger Vogler habe ich mich über Humor unterhalten. Dass der wichtig für uns alle ist – darüber brauchen wir nicht zu plaudern. Das wissen wir mittlerweile alle. Aber was ist Humor überhaupt? Und wusstet ihr, dass Humor auch ganz, ganz dünnes Eis sein kann? Wie funktioniert er und was ist der Lieblingswitz von Jan-Rüdiger und von mir? Das erfahrt ihr hier. Denn wer lacht, hat mehr Ressourcen. Versprochen – ich hab es ausprobiert!

Bitte hier entlang – Hörspaß: 38:25

8 Dinge, die mich die Notaufnahme gelehrt hat.

Es ist jetzt ein gutes halbes Jahr her, dass ich meinen Arbeitsplatz gewechselt habe. Zeit, einmal ein wenig innezuhalten. Was hat mich die Zeit in der Notaufnahme gelehrt? Natürlich sind es mehr, als diese 8 Punkte. Aber ein Anfang ist es allemale.

1. Gelassenheit

Was man definitiv lernt und lernen muss, ist Gelassenheit. Merkwürdige Patienten, besorgte Angehörige, erschreckende Krankheitsbilder, unzählige Kollegen, mit denen man im besten Fall klarkommt, im schlechten ihnen zumindest nicht an die Gurgel geht. Es gibt so vieles, was mit Gelassenheit besser klappt. Oftmals hat man auch keine Wahl: es nützt nichts, wenn man sich voller Emotionen reinsteigert. Dafür gibt’s keine Sonderpunkte in Authentizität, sondern höchstens noch mehr Verdruss. Es ist ein bisschen wie bei der Goldmarie in Frau Holle: Dinge, die anstehen, machen. Es kostet viel weniger Energie und Nerven, als wenn ich weiterhetze. Im besten Falle wartet am Ende der Schicht ein Topf voller Gold – in der Pflege bedeutet das: Ich habe heute so pflegen können, wie ich es wollte und konnte und am besten war. Gelassenheit ist ein unbedingt erstrebenswerter Zustand. Und tatsächlich hilft mir diese Gelassenheit heute im Alltag, mit diesem oder jenen besser klar zukommen. Ich weiß zumindest, dass das Gras nicht schneller wächst, wenn man versucht, daran zieht. Dass Dinge einfach Zeit brauchen. Mitunter viel Zeit. Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt und das genaue Gegenteil ist, sich aber keinefalls ausschließen.

2. Ungeduld

Ich war und bin es gewohnt, schnell zu arbeiten. Da ist es umso ätzender, wenn man auf Mitmenschen trifft, die schneckengleich durch den Tag schleichen. Die mit aller Gemütsruhe ihrem Tagesgeschäft nachgehen, während man von einem Fuß auf den anderen trippelt. Die unendlich lange brauchen um fünf Zahlen zusammenzurechnen oder die Pommes nach Schönheit zu sortieren. Ungeschickte Bewegungen, die einen in den Wahnsinn nur vom Zusehen treiben. Man möchte sie schütteln. Und ihnen gerne alle sofort aus der Hand nehmen.

Ich bin auch ungeduldig mit Worthülsen geworden.  Politiker, die sich vermeintlich schöne Sachen ausdenken und sofortige Hilfe versprechen: geht mir weg. Taten statt Worte, du Lauch. Vorher glaube ich keinem mehr ein Wort. Ich bin sogar zu müde, die Augen bei unsinnigen Ideen zu rollen. So vieles – gerade in der Pflege – höre ich seit Jahren. Nichts hat sich geändert bisher. Gut- der Neue- hebt sich dadurch hervor, dass keine Woche vergeht, in dem er nicht die ein oder andere lustige Idee vorstellt. Ich schaue.

Via giphy.com.

 

Der Vorteil ist: innerhalb kürzester Zeit bin ich sensibilisiert dafür, ob jemand rumlabert oder ob ein echtes Interesse an der Lösung möglicher Probleme besteht. Das betrifft nicht nur Herrn Spahns superduper Voschläge, sondern hat michauch die jahrelange Arbeit in der Notaufnahme gelehrt: Laberrababa ist meist wenig zielführend. Es ist größtenteils Zeitverschwendung. Ich vermeide es , so gut es geht.

3. Solidarität

Ich habe sie oft erlebt unter Kollegen. Dann hüllt sie dich ein, wie einen warmen Mantel. Sie verschafft einem mehr Sicherheit, als man sich je selbst zugetraut hat. Zueinanderstehen ist wie ein großartiges Geschenk

Und genauso oft nicht. Das war und ist jedes Mal ein Schlag ins Gesicht. Diese „Schläge“  kommen vor allem immer überraschend und aus einer Ecke, die man nie vermutet. Bestärkt euch daher zunächst – wenn möglich –  selbst. Im Zweifel – auch das hat die Erfahrung gezeigt – wird keiner für dich Stärke zeigen.

Da ich aber lieber die Fülle denn den Mangel verwalten möchte in meinem Leben, ist Solidarität für mich selbst wichtig geworden. Haltung zeigen und verteidigen. Den andern stärken und auch schützen.

Und nicht vergessen: einen weiten Bogen um Spacken machen!

 

4. Keine weiteren Entschuldigungen und Erklärungen

Pflege zu „erklären“ scheint wenig möglich zu sein. Ein bisschen Liebe, Berufung und Empathie und fertig ist die Nächstenliebesuppe. Jeder scheint da Experte zu sein, der schon mal einen Wellensittich gefüttert hat. Alle kennen sich aus. Ganz schön viel Meinung immerzu bei gleichzeitiger Ahnungslosigkeit.

Pflegen kann jeder, der über die Fähigkeiten „Liebe und Empathie“ verfügt und bei ein wenig Erbrochen nicht sofort mitwürgt. *gähnt leise*

Der Pflege, in der ich gearbeitet habe und die ich einst lernte, lag ein komplexes Wissen zugrunde, eine enorme Professionalität und ein gewissen Maß an Selbstreflexion.  Nicht jeder Honk kann das leisten – auch das muss man gesagt sein. Wenn Pflege „gut“ sein soll, muss sie vor allem professionell sein und nicht ausschließlich von Berufung und Liebe getragen sein.  Ich verstehe, dass vielen Kollegen die Haare vom Kopf abstehen, wenn irgendwie das „B-Wort“ fällt. Denn es impliziert auch immer einen Hang zur endlosen Güte, Selbstaufopferung und Verzicht. Und natürlich braucht man dann auch keinen anständigen, angemessenen Lohn. Liebe bezahlt man nicht. Liebe schenkt man. Ach – hört mir doch auf.

5. Den Wandel begrüßen.

Jeden Tag in der Notaufnahme sah ich, wie schnell sich die Welt aufhören kann zu drehen- oder im Falle eines Schwindels – umso schneller. Es ist also ein guter Ort, um zu kapieren, dass alles immer und ständig im Wandel ist. Und dann ändert sich das eigene Leben „plötzlich“ und man erkennt: es betrifft nicht nur die anderen, es gilt auch mir. Überraschung! Dieser eigene Wandel geht immer einher mit zweierlei: Dem sofortigen Wunsch, dass alles- bitteschön – bleibt wie es ist und der Euphorie auf das Neue. Es ist oft die Angst, die uns hindert, neue Wege zu beschreiten. Schaff ich das? Bin ich bereit dazu? Kann ich mich nach Jahren auf Neues einlassen? Werde ich je wieder so nette Kollegen haben?

Im Sommer traf ich eine ehemalige Ärztin. Sie war damals ein echtes Hasenkind. Unsicher, ängstlich, oft überfordert, eine, die man nicht wachsen ließ, weil: „Jetzt ist Dienst und du hast zu funktionieren. Komm klar!“. Wir stellen fest, dass wir beide nun nicht mehr in der Klinik arbeiteten. Sie sagte: „Ich konnte mir ein Leben jenseits dieser Klinik nicht vorstellen. Niemals. Und dann ging ich. Und ich merkte, dass sich die Welt weiterdrehte. Ja- sogar noch schöner wurde ohne die Belastung. Ich bekam Lust, etwas Neues auszuprobieren. Also reiste ich ein halbes Jahr durch Südostasien.“ Ich staunte nicht schlecht. Ich hätte sie eher so eingeschätzt, dass sie bei der ersten Spinne weinend zusammengebrochen wäre.  Und nun diese Geschichte. Ihre ganze Körperhaltung war eine neue. Wir stellten fest, dass es eine gehörige Portion Mut und Überwindung kostet, aus dem Gewohnten auszubrechen. Und was es dann für eine Freiheit ist, dieses Gefühl im Leib zu haben. Und wie man merkt, dass das Leben einen trägt. Das man nicht „zugrunde“ geht.

Alles ist im Wandel. Wir sollten uns auch für uns selbst in Anspruch nehmen.  Bleibt nicht in Strukturen, die euch krank machen oder euch langweilen. Es gibt ein Leben jenseits.

 

6. Lust auf Leben

Wenn man mit viel Krankheit und Leid zu tun hat braucht es immer einen Ausgleich. Meine Lust auf Leben und Neues ist definitiv über die Jahre gewachsen. Angesichts des Wissen, dass eine kleine Unachtsamkeit , ein Blutgerinnsel oder was auch immer einem das Leben für immer in seiner Schönheit vermasseln kann, werde ich immer mutiger. Der Blog war ein Anfang. Der Berufswechsel ein andere. Sie reihen sich langsam aneinander. Das, was mir das Leben bieten kann, will ich mit offenen Armen empfangen. Möglich, dass es dann auch Dinge geben wird, die mich überfordern oder an meine Grenzen bringen lassen. Was mich allerdings die Jahre gelehrt haben dann, dass, dass das Bedauern schlimmer wiegt auf der Lebensbilanzwaagw, als das Ausprobieren. Also –  auf  – Leben! Zeig mir was Schönes! Ich wäre da.

 

7. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten habe

 

Jahrelang verunsicherte mich eine Kollegin: Sie erzählte beständig von ihrer enormen Erfahrung – die sie auch hatte – keine Frage. „Ich hab schon so viel gesehen!“ war einer ihrer häufigsten Sprüche. Als Frischling in der Notaufnahme ist man erst einmal beeindruckt. Bis ich nach Jahren (manchmal brauche auch ich etwas länger) feststellte: Sie kocht auch nur mit Wasser. Ihre Erfahrungen habe ich nicht – aber meine eigenen. Und die sind mittlerweile solide gewachsen, als dass ich mich von ihr verunsichern lassen müsste. So fing ich endlich an meinen eigenen Fähigkeiten zu trauen. Daher kann ich heute guten Gewissens und locker aus der Hüfte sagen. Vertraut euch. Seid dabei nicht großkotzig und reflektiert euch selbst. Aber dann: Lasst euch nicht klein machen von Leuten, die es auch nicht mehr drauf haben als ihr. Lernt euren Wert kennen und behaltet ihn im Herzen, wenn der nächste Verunsicherer um die Ecke biegt. Lasst euch nicht klein machen!

8. Ideen schmieden

Wir sind ja insgesamt wahnsinnig eingeschränkt in unserem Denken. Ich merke das oft an mir selbst.  Einmal sah ich ein Video, wie einer  im Stil von Keith Haring „Männchen und Gedöns“ malte. Er malte und malte eine ganze Seite voll. Und immer, wenn ich dachte: „Och – das ist hübsch so – hör auf“, malte er noch hier einen Kringel hin und dort ein Herz. Hier eine kleine Blume und das Blatt wurde voller und voller. Es war für mich so eine Art „Augenöffner“. Weiter zu malen. Mehr zu machen. Das „Ganze“ voll zu kitzeln und sich nicht zu beschränken. Es wird Zeit, in anderen Bahnen zu denken, wenn wir uns selbst und andere „retten“  wollen. Vieles – nicht nur im Gesundheitswesen wird auseinanderbrechen, andere werden, sich verändern. Es wird sich neu finden. Neue Fragen müssen gestellt werden.  Wir brauchen mehr Idee, die wir alle in die Welt bringen müssen. Die diskutiert werden wollen und bedacht. Das, was viele Jahre funktioniert hat, bricht in vielen Bereichen gerade auseinander. Wir können so viel lernen von Kulturschaffenden:  Bücher lesen, Musik hören – alle- auch im Hinblick darauf, dass wir unser Leben mit anderen, neunen Gedanken füllen.

Ich schreibe diesen Blogbeitrag im Zug sitzend, vom Meer kommend. Es tat gut, sich das Hirn freipusten zu lassen. Es tat und tut gut, Schönheit zu sehen, die Wellen, den Stand, die Sonne und die Wolken.

 

Wie schrieb einst Rosa Luxemburg in einem Brief aus dem Gefängnis: „Sonjuscha, Liebste, seinen Sie trotz allem heiter. So ist das Leben, und so muss man es nehmen: tapfer, unverzagt und lächelnd – trotz alledem.

 

 

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