Wir gehen steil viral!

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Freunde – ich habe es wieder getan: Mit Markus Oppel geplaudert.

Wir regen uns ein wenig über Pflege in den sozialen Medien auf.

Wir glimmen heftig für die Pflege (für uns beide hat es sich ausgebrannt).

Wir erforschen das eher anspruchslose Personal.

Und wir weinen über das Bild, das oft Pflege hinterlässt.

Wir schmieden Pläne.

Und als ich gerade erneut zum Taschentuch greifen wollte ( bei der gefühlt 99. Pflegerin mit wehendem Harr, romantischen Blick und einem Bericht über die Vergänglichkeit des Seins am Beispiel von – okay. Ich erinnere mich nicht, muss aber sehr schön gewesen sein und bestimmt rührend bis aufwühlend) – sah ich den Account von Pia und war verliebt:

Pflege ohne Nacktheit ist möglich. Hurra! Einfach nur Content. Ich finde es spannend und erfrischend zauberhaft.

Wer mehr über Pia wissen möchte: Sie hat 10 Fragen an eine Krankenschwester [(He – Pro 7 – es heißt mittlerweile Gesundheits und Krankenpflege) (Bald auch wieder nicht mehr)] beantwortet.

Wenn ihr ähnlich müde seid von „Sex sells“ oder einem angewachsenen Stethoskop um den Hals der Pflegeperson sowie als männliches Gegenstück gerne mit nackigen Oberkörpern, folgt ihr auf Insta und Twitter unter @nursewecan.

Monja, mit der ich auch schon podcastete entwickelt lustigerweise gerade die Idee eines „Antidots“ der Sexy Pflegerin im Stil von Celeste Barber. Awww♥

Es geht also auch anders.

Es sollte doch möglich sein, einen der besten Berufe der Welt lustig, berührend, authentisch, professionell, witzig und kluk (so schreiben jetzt die jungen Leute) zu präsentieren.

Markus und ich jedenfalls sind dabei. Angezogen

Hördauer 23.30 Minuten

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Allgemein

Von Ingeborg Wollschläger

Dreißig Jahre war ich Krankenschwester und davon über zwanzig Jahre in einer Notaufnahme beschäftigt. Im März 2020 erschien mein Buch „Die Notaufnahmeschwester - ein Alltag zwischen Leben, Tod und Wahnsinn“ im Penguin Verlag. 2018 kehrte ich der Pflege den Rücken und bin seitdem als Seniorenreferentin für die Betagten meiner Kirchengemeinde zuständig. Gepflegt wird nun nicht mehr: Jetzt wird "gehegt". In Gruppen und Kreisen, Gottesdiensten und bei jeder Menge Hausbesuchen bin ich mit den Seniorinnen und Senioren in engem Kontakt. Mit großem Interesse lausche ich dort den Geschichten der alten und manchmal auch sehr weisen Menschen. Der wahre Luxus meines derzeitigen Berufes ist, dass ich Zeit habe, mir Lebensgeschichten anzuhören. Ich darf nachfragen und bekomme fast immer Antworten. "Nebenbei" bin ich freiberufliche Journalistin für das Radio (u.a. Klassik Radio) sowie Mitglied der Redaktion des „Evangelischen Sonntagblatts aus Bayern“. Ich habe drei Söhne, einen Halbtagshund und liebe Suppe.

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