The cancer company

Ein wunderbarer Gast in der Rufbereitschaft: Alexej. Auf Youtube berichtet er in kleinen Filmen „Angehörig – Zugehörig“ was es bedeutet, Angehöriger einer Krebserkrankten zu sein.

Länge: 30:19

 

Ich hab festgestellt, dass der Fokus immer auf der erkrankten Person ist. Das ist natürlich richtig. Aber das Umfeld – also der „Kollateralschaden“ wird nicht gesehen. Angehörige werden immer als Teil der Therapie oder des Heilungsprozesses gesehen – aber selten als leidender Mensch, der auch gerade in einer existenziellen Krise ist. Nämlich der Krise, dass ihm ein Teil seines Lebens droht, wegzubrechen. Alexej

Er schreibt dazu: “ Humor bei Krebs? Auf jeden Fall! Wir können mit seiner Hilfe beklemmenden Themen den scharfen Stachel nehmen. Er kann uns Distanz zu Widrigkeiten verschaffen und neue Perspektiven aufzeigen.“

„Sterben? Das ist das letzte, was ich tun werde! “ Goucho Marx

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Kategorisiert in Allgemein

Von Ingeborg Wollschläger

Dreißig Jahre war ich Krankenschwester und davon über zwanzig Jahre in einer Notaufnahme beschäftigt. Im März 2020 erschien mein Buch „Die Notaufnahmeschwester - ein Alltag zwischen Leben, Tod und Wahnsinn“ im Penguin Verlag. 2018 kehrte ich der Pflege den Rücken und bin seitdem als Seniorenreferentin für die Betagten meiner Kirchengemeinde zuständig. Gepflegt wird nun nicht mehr: Jetzt wird "gehegt". In Gruppen und Kreisen, Gottesdiensten und bei jeder Menge Hausbesuchen bin ich mit den Seniorinnen und Senioren in engem Kontakt. Mit großem Interesse lausche ich dort den Geschichten der alten und manchmal auch sehr weisen Menschen. Der wahre Luxus meines derzeitigen Berufes ist, dass ich Zeit habe, mir Lebensgeschichten anzuhören. Ich darf nachfragen und bekomme fast immer Antworten. "Nebenbei" bin ich freiberufliche Journalistin für das Radio (u.a. Klassik Radio) sowie Mitglied der Redaktion des „Evangelischen Sonntagblatts aus Bayern“. Ich habe drei Söhne, einen Halbtagshund und liebe Suppe.

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