Verdauung #weiblich

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Gestern hab ich dieses hier im Internet entdeckt. Alter Schwede. Ich hatte ja keine Ahnung, dass die weibliche Verdauung sogar eine eigene Schachtel benötigt. Gut: man kennt es von Blutdruckpillen und Herzmedikamenten, dass es sehr wohl einen Unterschied machen kann, welches Geschlecht es einnimmt. Aber bei Abführmitteln? Und während bei den der „herkömmlichen“ Packung mehr so das praktische im Vorderung steht, bedarf es bei der ROSA ROAS ROSA Schachtel extra noch den Vermerk:  „dependable“ ( zuverlässig) und der Hinweis für die farbenblinden Mädels unter uns:  Für Frauen!

Wer kauft so was? Wer lässt sich davon beeindrucken? Wer greift zu rosa? (Zumal da auch glatt mal 10 Pillen weniger drin sind. Aber gut – wer das nimmt, scheint es nicht anderes verdient zu haben, weniger zum gleichen Preis zu bekommmen?)

Also noch mal direkter gefragt: Wer ist so blöd? Die Frauen? Die Hersteller? („Kommt – laßt uns mal was ganz inovatives machen: Abführpillen NUR für Frauen. Dann fühlen die sich gleich viel besser in ihrer Not(durft) verstanden. Das gibt enorm Kundschaft mehr. Denn Kackpille ist ab sofort nicht mehr Kackpille!“)

 

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Von Ingeborg Wollschläger

Dreißig Jahre war ich Krankenschwester und davon über zwanzig Jahre in einer Notaufnahme beschäftigt. Im März 2020 erschien mein Buch „Die Notaufnahmeschwester - ein Alltag zwischen Leben, Tod und Wahnsinn“ im Penguin Verlag. 2018 kehrte ich der Pflege den Rücken und bin seitdem als Seniorenreferentin für die Betagten meiner Kirchengemeinde zuständig. Gepflegt wird nun nicht mehr: Jetzt wird "gehegt". In Gruppen und Kreisen, Gottesdiensten und bei jeder Menge Hausbesuchen bin ich mit den Seniorinnen und Senioren in engem Kontakt. Mit großem Interesse lausche ich dort den Geschichten der alten und manchmal auch sehr weisen Menschen. Der wahre Luxus meines derzeitigen Berufes ist, dass ich Zeit habe, mir Lebensgeschichten anzuhören. Ich darf nachfragen und bekomme fast immer Antworten. "Nebenbei" bin ich freiberufliche Journalistin für das Radio (u.a. Klassik Radio) sowie Mitglied der Redaktion des „Evangelischen Sonntagblatts aus Bayern“. Ich habe drei Söhne, einen Halbtagshund und liebe Suppe.

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